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Selbst vorbereiten oder beauftragen: Was Eigentümer allein schaffen

Den größten Teil der Wirkung können Sie selbst erzielen. Entrümpeln, Reinigen, Neutralisieren, Licht verbessern und den Außenbereich in Ordnung bringen sind Arbeiten, die kein Fachwissen verlangen, sondern Zeit und Konsequenz. Zusammen machen sie einen erheblichen Teil dessen aus, was ein Staging bewirkt. Grenzen gibt es dennoch, und sie liegen an drei Stellen: beim eigenen, betriebsblinden Blick, bei der Möblierung leerer Räume und überall dort, wo es um Substanz geht.

Was Sie sicher selbst können

Die wirksamsten Maßnahmen sind die unspektakulärsten, und sie brauchen niemanden mit Zertifikat.

  • Entrümpeln und Einlagern
  • Gründlich reinigen, Fenster eingeschlossen
  • Persönliches abhängen und wegräumen
  • Fenster freimachen, Vorhänge und Bewuchs zurücknehmen
  • Zusätzliche Leuchten aufstellen, Lichtfarben vereinheitlichen
  • Kleinigkeiten reparieren: Griffe, Türen, Leuchtmittel
  • Wege, Rasen, Eingang und Balkon in Ordnung bringen
  • Lüften und Gerüche an der Ursache angehen

Wenn Sie nur diese Liste abarbeiten und sonst nichts, haben Sie mehr erreicht als mit jeder Dekoration. Das ist keine Sparversion, sondern die Grundlage, auf der ein Staging überhaupt erst aufsetzt.

Die erste Grenze: der eigene Blick

Wer lange in einer Wohnung lebt, sieht sie nicht mehr. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern Gewöhnung. Genau deshalb ist die häufigste Leistung, die von außen kommt, nicht Einrichtung, sondern Wahrnehmung.

Dagegen hilft ein einfacher Ersatz: Bitten Sie jemanden, der selten bei Ihnen ist, ehrlich zu sagen, was auffällt. Nicht wohlwollend, sondern so, wie ein Fremder es sähe. Diese halbe Stunde ersetzt manche Beratung.

Der zweite Behelf ist die Kamera. Fotografieren Sie jeden Raum von der Tür aus und sehen Sie sich die Bilder auf einem größeren Bildschirm an. Auf dem Foto sehen Sie, was Sie im Raum übersehen: Kabel, Stapel, zu viele Bilder, den Wäscheständer im Hintergrund.

Die zweite Grenze: leere Räume

Hier stößt die Eigenleistung an eine praktische Grenze. Wenn eine Wohnung leer ist und Sie keine Möbel haben, können Sie den fehlenden Maßstab nicht selbst herstellen. Möbel zu kaufen, um sie nach dem Verkauf wieder loszuwerden, ergibt keinen Sinn.

Das ist der Fall, in dem sich eine Beauftragung am ehesten rechnet, sei es als vollständige Einrichtung oder in reduzierter Form mit wenigen Schlüsselstücken. Eine Alternative ist virtuelles Staging, sofern es klar gekennzeichnet und maßstabsgerecht bleibt.

Was Sie auch in einer leeren Wohnung selbst leisten können: Licht. Ein paar Stehleuchten verändern eine leere Wohnung erheblich, und sie sind schnell besorgt.

Die dritte Grenze: alles, was Substanz ist

Hier endet die Eigenleistung nicht aus Zeitgründen, sondern grundsätzlich. Wenn Sie beim Räumen einen Feuchtigkeitsfleck, einen Riss oder Schimmel finden, ist das keine Reinigungsaufgabe.

Solche Funde gehören fachlich beurteilt und offengelegt, nicht weggeputzt, überstrichen oder zugestellt. Das ist der eine Bereich, in dem Selbermachen keine Option ist, und zwar unabhängig von handwerklichem Geschick. Auch wer eine Wand fachgerecht streichen kann, sollte einen Wasserfleck nicht überstreichen, solange dessen Ursache nicht geklärt ist.

Ein Mangel, den Sie kennen, gehört auf den Tisch, ganz gleich wie gut die Immobilie am Ende dasteht. Was Sie in Ihrem Fall angeben müssen, klären Sie mit rechtlicher Beratung. Das ist der eine Punkt, an dem eine falsche Sparsamkeit teuer wird.

Die Zwischenlösung

Zwischen alles selbst und alles beauftragen liegt eine Variante, die oft übersehen wird: die reine Beratung. Sie bekommen einen Rundgang, eine Einschätzung und eine Liste dessen, was zu tun ist, und setzen es selbst um.

Das kombiniert den fremden Blick mit Ihrer Arbeitskraft und ist für viele Objekte die passende Antwort. Fragen Sie danach ausdrücklich, denn nicht jeder Anbieter bietet es von sich aus an.

Ähnlich sinnvoll ist die Aufteilung nach Räumen. Sie bereiten alles vor und lassen nur die Räume einrichten, die die Entscheidung tragen. Das begrenzt den Aufwand auf die Stellen, an denen er wirkt.

Wo Sie nicht sparen sollten

Zwei Ausnahmen zum Selbermachen sind erwähnenswert. Die erste ist die Grundreinigung: Wenn Ihnen dafür die Zeit oder die Kraft fehlt, ist das gut angelegtes Geld, denn Sauberkeit trägt den ganzen Eindruck.

Die zweite ist die Fotografie bei schwierigen Objekten. Dunkle Räume, starkes Gegenlicht oder enge Grundrisse verlangen Erfahrung. Wer den ganzen Aufwand betreibt und ihn dann schlecht abbildet, hat für die Besichtigungen investiert, die er nicht bekommt.

Fazit

Das meiste können Sie selbst: räumen, putzen, neutralisieren, beleuchten, den Außenbereich richten. Die Grenzen liegen beim eigenen Blick, bei der Möblierung leerer Räume und bei allem, was Substanz betrifft. Für die ersten beiden gibt es Behelfe und Zwischenlösungen. Für das Dritte gibt es nur einen Weg: fachlich einschätzen lassen und offenlegen.

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