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Home Staging und Makler: Wie die Zusammenarbeit sinnvoll läuft

Makler und Home Stager haben dasselbe Ziel und verschiedene Rollen. Der Makler kennt Markt, Zielgruppe und Preisfindung und führt die Vermarktung. Der Stager sorgt dafür, dass die Immobilie diese Zielgruppe optisch erreicht. Damit das funktioniert, müssen beide früh miteinander sprechen, die Aufgaben müssen klar verteilt sein, und beide müssen zum Zustand der Immobilie dasselbe sagen. Wer die beiden nacheinander und ohne Kontakt beauftragt, verschenkt den größten Teil des Nutzens.

Wer was beiträgt

Die Arbeitsteilung ist im Kern einfach. Der Makler bringt das Wissen darüber mit, wer als Käufer infrage kommt, worauf diese Gruppe achtet und was in der aktuellen Marktlage zählt. Das ist die Grundlage jeder Staging-Entscheidung, denn ohne Zielgruppe wird nach Geschmack möbliert.

Der Stager übersetzt das in Räume. Welche Zimmer werden bespielt, welche Funktion bekommen sie, wie wird das Objekt lesbar. Diese Entscheidungen sind besser, wenn sie auf der Einschätzung des Maklers aufsetzen, statt sie zu erraten.

Die Fotografie liegt dazwischen und wird deshalb am häufigsten übersehen. Manche Makler bringen eigene Fotografen mit, manche Stager arbeiten mit festen Partnern. Beides ist in Ordnung, aber es muss vorher geklärt sein, sonst steht am Aufbautag niemand mit einer Kamera bereit.

Der richtige Zeitpunkt für das Gespräch

Am besten sprechen beide Seiten, bevor das Konzept steht. In der Praxis passiert oft das Gegenteil: Der Stager wird beauftragt, richtet ein, und der Makler sieht das Ergebnis zum ersten Mal beim Fototermin. Dann ist es für Einwände zu spät.

Sinnvoll ist ein gemeinsamer Ortstermin oder zumindest ein Telefonat, in dem drei Punkte geklärt werden: Wer ist die Zielgruppe, wann soll die Immobilie an den Markt, und wer macht die Fotos. Das dauert nicht lang und verhindert die meisten Reibungen.

Wenn Sie ohne Makler verkaufen, ändert das nichts am Prinzip. Dann übernehmen Sie den Teil, der sonst vom Makler kommt: Zielgruppe benennen, Preisvorstellung einordnen, Termine steuern. Der Stager kann Sie dabei nicht ersetzen, denn Marktbewertung gehört nicht zu seinem Fach.

Was vorher geklärt sein sollte

  • Wer ist die Zielgruppe des Objekts
  • Wann soll die Vermarktung starten
  • Wer beauftragt und bezahlt die Fotografie
  • Wer hat Zugang und Schlüssel
  • Wie lange soll das Staging stehen
  • Wer informiert wen über Verlängerungen
  • Wer räumt was vor dem Aufbau

Der Punkt mit dem Zugang wirkt banal und ist es nicht. Wenn Möbel geliefert werden und niemand aufschließen kann, entstehen Wartezeiten, die jemand bezahlt.

Eine Aussage zum Zustand

Der heikelste Punkt der Zusammenarbeit betrifft nicht die Optik, sondern die Information. Makler und Stager sehen die Immobilie beide genau an, und beide bemerken Dinge. Was der eine weiß, muss zum anderen und vor allem in die Unterlagen.

Bekannte Mängel gehören offengelegt, und daran ändert die Zahl der Beteiligten nichts. Es darf nicht passieren, dass ein Punkt zwischen den Rollen verschwindet, weil jeder annimmt, der andere habe ihn benannt. Am sichersten ist, dass Sie als Eigentümer den Überblick behalten: Was ist bekannt, was steht in den Unterlagen, was wird im Gespräch gesagt.

Sollte Ihnen jemand vorschlagen, einen Punkt lieber nicht zu erwähnen oder ihn optisch zu entschärfen, ist das ein Warnsignal, unabhängig davon, aus welcher Rolle es kommt. Die Verantwortung für die Angaben liegt bei Ihnen, und bei Fragen dazu ist rechtliche Beratung der richtige Weg.

Wenn die Chemie nicht stimmt

Gelegentlich haben Makler und Stager verschiedene Vorstellungen davon, wie ein Objekt wirken soll. Das ist normal und meist produktiv, solange darüber gesprochen wird. Unproduktiv wird es, wenn Sie zwischen beiden vermitteln müssen.

Klären Sie in diesem Fall, wer bei gestalterischen Fragen entscheidet. In der Regel ist das der Stager, weil es sein Fach ist, aber die Zielgruppe gibt der Makler vor. Diese Reihenfolge löst die meisten Konflikte, bevor sie entstehen.

Ein Sonderfall sind Makler, die Staging als eigene Leistung anbieten oder mit einem festen Partner arbeiten. Das ist bequem und oft gut eingespielt. Fragen Sie trotzdem nach, was genau enthalten ist und ob Sie einen anderen Anbieter wählen könnten. Ein Paket, das Ihnen ohne Alternative vorgelegt wird, ist nicht automatisch schlecht, aber Sie sollten wissen, dass es eine Entscheidung war und keine Notwendigkeit.

Fazit

Die Zusammenarbeit gelingt, wenn beide früh reden, die Aufgaben klar sind und die Fotografie geregelt ist. Der Makler liefert die Zielgruppe, der Stager die Umsetzung, Sie behalten die Übersicht über die Angaben zum Objekt. Und der Grundsatz gilt für alle Beteiligten gleich: Präsentiert wird die Immobilie, die da ist, mit allem, was über sie zu sagen ist.

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